Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Mitglieder Dieter Pannen Aufsätze Schule der Zukunft

Schule der Zukunft

Texte (KRZN)

Die Herausforderung


In Zeiten wachsender Vernetzung und einer steigenden Zahl an Medien ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Dienstleistungsunternehmen wie z.B. Banken, Versicherungen oder auch öffentliche Verwaltungen setzen mehr und mehr auf ein leistungsfähiges Informationsmanagement. Mit einem gut strukturierten Data Warehouse, so sind z.B. Finanzdienstleister überzeugt, können sie schneller entscheiden und die Kunden individueller beraten.

In unseren öffentlichen Schulen wird über ein derartiges Informationsmanagement noch sehr wenig nachgedacht, obwohl gerade die neuen Lehr- und Lernmethoden ein umfangreiches Datenmanagement erfordern. Ein wesentliches Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, den Lernerfolg durch gezielte Informationsbereitstellung zu ermöglichen.
Für einen optimalen Lernerfolg wird es in Zukunft immer wichtiger werden, die "richtigen" Informationen zum "richtigen" Zeitpunkt in der "richtigen" Art und Weise bereitzustellen.
Schulen sind auf diese zunehmende Digitalisierung der Informationen nur unzureichend vorbereitet. Obwohl die Lehrkräfte ihre Unterrichtsmaterialien immer mehr mit dem PC erstellen, gibt es für die Schulorganisation bis heute keine überzeugende Lösungen, wie dieses Material in der Schule optimal verwaltet wird.

Medienkompetenz


Der Initiative "Schulen ans Netz" ging es vor gut 10 Jahren in erster Linie darum, die  Medienkompetenz zu fördern. Die Schüler sollen zu einem sachgerechten, selbstbestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Handeln in einer von Medien und Informationstechnologien geprägten Lebenswelt befähigt werden. Dazu gehören u.a. folgende Fähigkeiten:
* Wahrnehmungskompetenz (Medien verstehen)
* Verarbeitungskompetenz (Medien aufnehmen, reflektieren, verarbeiten)
* Beurteilungs- und Selektionskompetenz (Medien beurteilen und auswählen)
* Kritische Nutzungskompetenz (Medien für bestimmte Zwecke auswählen)
* Kreative Handlungskompetenz (Medien selbst produzieren)
* Multimediale Kompetenz (Medien selbst produzieren)

Veränderungen


Fast unbemerkt von der Schulpädagogik hat sich das Internet einer dramatischen Veränderung unterzogen. Neue Technologien wie Wiki, (Web-)Blog und Podcast ermöglichen uns auf einfachste Art und Weise die Produktion und Verbreitung von Texten, Bildern, Ton- und Videodatein sowie die Interaktion mit ihnen.

Lern-Management-Systeme, auch Lernplattformen genannt, gehören ebenfalls zu diesen neuen interaktiven Technologien, die uns ein erstaunliches Potential für das Lernen innerhalb und außerhalb des Klassenraumes bieten. Obwohl internetbasierte Lern-Managementsysteme in Deutschland erst langsam in das Bewusstsein der Bildungspolitiker und Pädagogen rücken, verfügen diese Systeme schon heute über hervorragende Möglichkeiten, Lösungen für die drängenden bildungspolitischen Ziele anzubieten.

Auch der Unterricht mit neuen Technologien muss sich daran messen lassen, dass Bildungsfortschritte auf Schülerseite erzielt werden. Eigenverantwortliches Arbeiten, individuelle Diagnostik und Förderung, neue Wege der Lernerfolgsüberprüfungen (z.B. ePortfolios), Qualitätssicherung/Evaluation, erleichterte Schulorganisation, Verbesserung der Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden, all das können Lern-Management-Systeme heute nachweislich leisten.


Lehr-/Lernumgebung

In einer Lehr-/Lernumgebung können die Schüler unabhängig von Zeit und Ort auf das Lehrmaterial zugreifen. Selbstlernen wird in der Schule gezielt vorbereitet und gefördert, um auf lebenslanges Lernen vorzubereiten. Es war schon immer ein pädagogisches Ziel, das Individuum in seinem Lernprozess zu unterstützen und zu begleiten. Die Wirtschaft hat das Customer Relationship Management zum Prinzip erhoben. Heute muss die Pädagogik von der Wirtschaft lernen, wie man dieses Customer Relationship Mangement in einer Lehr-/Lernumgebung wieder auf die Pädagogik übertragen kann. Durch die Verknüpfung mit dem schulischen Netzwerk kann das Lernmaterial auf die einzelne Person abgestimmt werden. Individuelle Förderung bleibt kein pädagogisches Schlagwort, individuelle Förderung wird praktiziert.

Schule als Bildungsprovider

--

Artikelaktionen